alte Schriften

  • Biblioteca Angelica – ein verborgener Schatz im Zentrum von Rom

    Biblioteca Angelica – der öffentliche Lesesaal

    Ein unscheinbarer Eingang neben der bei der Piazza Navona liegenden Kirche Sant’Agostino führt in dieses unglaubliche Reich an kostbaren, antiken Büchern.

    Name und Entstehung
    Der Name der Bibliothek leitet sich von dessen Gründer Angelo Rocca ab, der 1614 unter Papst Sixtus V als Titularbischof und Leiter der Vatikanischen Druckerei, seine private Büchersammlung von 20'000 Werken den Augustinermönchen schenkte. Die Besonderheit lag darin, dass Angelo Rocco sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellte – ein absolutes Novum für die damalige Zeit. Es war somit die erste für die Bevölkerung zugängliche Bibliothek in Europa. Auch heute noch ist die Bibliothek öffentlich zugänglich.

    Sammelschwerpunkt
    Die ältesten Schriften gehen auf die damals betreibenden Augustiner zurück. Sie sammelten zahlreiche Bücher zur Reformation und Gegenreformation.
    Heute umfasst die Sammlung ca. 200'000 Werke in verschiedenen Sprachen, davon gehören mehr als 100'000 zum Altbestand. Besonderen Wert verzeichnen die Sammlung alter Handschriften und 1'112 Inkunablen. Unter 2'664 Handschriften befinden sich elf arabische Codices. Einen weiteren Schatz stellen die 18'000 Drucke aus dem 16. Jh. dar. Zahlreich sind die Schriften aus dem 17. und 18. Jh. über Rom und Reiseliteratur aus dem 16./17. Jh.
    Seit der Eroberung Roms durch die Truppen des Königsreiches Italiens untersteht die Bibliothek dem italienischen Staat und wird vom Kulturministerium kontrolliert.

    Biblioteca Angelica – Bücher, soweit das Auge reicht

    Biblioteca Angelica – eines der unzähligen Werke