• Pizza al taglio – das römische Street Food par excellence

    Pizza al Taglio und die Kilopreise

    Traditionell oder Gourmet, am Blech (in teglia) oder auf der Pizzaschaufel (alla pala) knusprig gebacken, hoch oder niedrig, am besten aus einem bekömmlichen, lang (48-72 Stunden) gegärten Teig mit wenig Hefezusatz, evtl. aus antiken Getreidesorten.

    Varianten gibt es viele. Das rechteckige oder quadratische Stück Pizza stillt den kleinen Hunger zwischendurch oder kann bei den Einheimischen auch als Mittagsimbiss durchgehen. Genossen wird sie stehend im oder meist auch vor dem Laden, als typisches «cibo di strada» (Street Food).

    Pizza al Taglio und seine Auswahl

    Der Preis geht nach dem Gewicht und wird in Gramm oder Kilo angegeben.

    Die Legende besagt übrigens, dass einige Bäcker aus Terni, die nach Rom zogen, diese Backblechpizza (pizza a teglia) nach dem Ersten Weltkrieg (wie sie bis in die 1960er/1970er Jahre genannt wurde) erfanden. Das Pizzabrot wurde in Eisen- oder Kupferblechen gebacken, mit Mozzarella und Tomaten belegt, in Rechtecke der gewünschten Grösse geschnitten und serviert. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte.

  • Street Art gegen Umweltverschmutzung

    Streetart von Iena Cruz im Detail

    Das grösste smogfressende Murales in Europa ziert seit einigen Tagen ein Gebäude im Viertel Ostiense in Rom. Dies dank der umweltfreundlichen Arlite-Farbe, die durch die Wirkung von Licht auf der Oberfläche Verschmutzungen absorbiert und Schadstoffe wie Stickoxide, Benzol, Formaldehyd beseitigt. Die 1‘000 m2  Wandmalerei erzeugt die Wirkung eines Wäldchens von 30 Bäumen. Es wurde errechnet, dass 12 m2 einer mit dieser Spezialtechnik behandelten Wand die von einem Auto an einem Tag verursachte Luftverunreinigung kompensiert.

    Das Werk mit dem Titel «Hunting Pollution» stammt von Federico Massa, alias Iena Cruz, einem Mailänder Strassenkünstler, der seit acht Jahren in New York zu Hause ist, wo er als Maler und Bühnenbildner zu Themen wie dem Klimawandel, den Risiken der Umweltverschmutzung und dem Drama vom Aussterben bedrohter Tierarten arbeitet. «Hunting Pollution» stellt einen dreifarbigen Reiher dar, eine aussterbende Art, die in der Natur ums Überleben kämpft. Auf dieser Wand fängt der stilisierte Vogel symbolisch seine Beute in einem stark gefährdeten Meer, trägt jedoch selbst dazu bei, die Verschmutzung von einer der belebtesten Kreuzungen Roms zu «verjagen».

    Streetart von Iena Cruz Gesamtansicht

    Diese neue Attraktion in einem der Street Art-Viertel in Rom beruht auf einer Idee von Yourban2030, einem gemeinnützigen Verein, der 2018 in Rom von einem Team von Fachleuten gegründet wurde. Die Finanzierung des Projekts zur Reduzierung der Stickoxidemissionen von Autos wurde vom Verein ebenfalls finanziert.

  • Ein Amerikaner in Rom

    American Adademy Luftaufnahme

    Nein, wir sprechen nicht von der italienischen Filmkomödie und Klassiker aus dem Jahr 1954, in dem der römische Volksschauspieler Alberto Sordi den amerikanischen Lebensstil nachahmte.

    Vielmehr beziehen wir uns auf die «American Academy» in Rom. Es handelt sich um eine der führenden amerikanischen Institutionen im Ausland für weiterbildendes Studium und Forschung in den Kunst- und Geisteswissenschaften. Die monumentale Inspiration der Ewigen Stadt stellt dabei ein wesentliches Element in der Entwicklung der Künstler und Wissenschaftler dar. Wie andere Institutionen in Rom nimmt sie in ihrer Residenz Studierende unterschiedlichen Alters auf, insbesondere solche, die sich mit Archäologie und der antiken Literatur, Architektur- und Kunstgeschichte befassen. Im Gegensatz zu anderen – die öffentlich sind und vom Kultusministerium subventioniert werden – ist die «American Academy» von der US-Regierung anerkannt, aber sie ist privat und ihre Mittel stammen aus einer Fundraising-Aktion.
    Die Akademie existiert seit 1893, als bei der EXPO in Chicago eine kleine Gruppe, bestehend aus den Architekten Charles Follen McKim und Daniel Burnham sowie zwei Malern und Bildhauern beschloss, ein Zentrum für das Kunststudium im Herzen der klassischen Tradition des antiken Roms zu schaffen. Keine andere Stadt als Rom eignete sich ihrer Auffassung nach dafür besser. Im Jahr 1914 wurde das von McKim, Mead & White entworfenen Hauptgebäude gebaut. Heute belebt eine dynamische internationale Gemeinschaft das Areal. Dreissig US-Künstler und -Wissenschaftler werden jährlich für den Rom-Preis von einer Fachjury ausgewählt. Die Gewinner, die im Frühjahr bekannt gegeben werden, verfügen über ein Gehalt, eine Unterkunft und ein Atelier. Hinzu kommen sechs italienische Stipendiaten für Aufenthalte von drei bis fünf Monaten, dreissig amerikanische Lehrer klassischer Fächer, für Sommerauffrischungskurse und zehn Jahresbewohner, hauptsächlich angesehene Persönlichkeiten, die eingeladen sind, einen Teil ihrer Zeit und Ideen mit der Gemeinschaft der Akademie zu teilen.

    American Adademy Eingang

    American Adademy Gartenanlage

  • Rom in speziellem Lichterglanz – Stadt des Videos vom 19. bis 28.10.2018

    Kolosseum im Lichterglanz

    Die Ewige Stadt zeigt sich in einem unwiderstehlichen Mix aus Geschichte und moderner Kunst. Zu den 42 Schauplätze, an denen 68 Events stattfinden, zählen das Kolosseum, der Palazzo della Civiltà im EUR, das MAXXI, der archäologische Park des Kolosseums und Palazzo Altemps. 3 Maisons – Bulgari, Fendi und Gucci, 3 internationale Akademien in Rom – American Academy, Deutsche Akademie und die Real Academia de España, 7 Kunstinstitutionen und 12 Galerien wirken an diesem Event mit.
    Das VideoMapping-Programm verwandelt das historische Zentrum der Hauptstadt in ein Freilichtmuseum für digitale Kunst. Ein Weg, der die neuen Grenzen der architektonischen Kartierung und der digitalen Kunst erkundet und die wichtigsten internationalen Künstler, bzw. Pioniere dieser neuen und spektakulären Kunstform einbezieht. Von der Basilika Sant'Agostino, in der ein stereoskopisches (3D) Werk des türkischen Kollektivs Nerdworking zu sehen ist, über das Pantheon, die das spanische Studio Onionlab mit Licht und Projektionen animiert, bis hin zur Kirche Minerva, die durch das Werk Diplopia verwandelt wird und zur Fassade des Hadrian-Tempels an der Piazza di Pietra, das dem französischen Künstler Romain Tardy anvertraut wurde.

    VideoMapping Programm mit Monster

    Diese 4 in unmittelbarer Umgebung liegenden Schauplätze lassen sich sehr leicht für jeden Rombesucher am 19./20./21. und 25./26.10. von 20:00 bis 24:00 Uhr in einen besonderen Abendspaziergang einbinden und garantieren ein etwas anderes Sightseeing.

  • Kosmaten und ihr Erbe

    Inschrift der Kosmaten

    Clevere Handwerker, die später als Cosmati bezeichnet wurden, fanden im Rom um die Jahrtausendwende ein perfektes Recyclingsystem für den kostbaren Marmor, der zu Ruinen gewordenen Pracht aus der Antike. Sie schufen daraus ornamentale Mosaike. Die römischen Marmorarbeiter (Marmorarii Romani), wie sie sich selbst nannten, sorgten so für eine neue Art der Kirchendekoration. Sie verstanden es, die Marmorsäulen in dünne Scheiben zu schneiden, wie eine Salami. Diese Kunstwerke zieren unzählige Fussböden, Kreuzgänge oder liturgische Einrichtungen verschiedenster Kirchen in Rom. Die Handwerksgruppe, welche über vier Generationen tätig war, bestand aus Steinmetzen, Maurern, Bildhauern, Architekten und Malern. Ihre Namen blieben vielfach unbekannt. Oft signierten sie jedoch ihre Werke und der Vorname Cosma oder Cosmas taucht auffallend häufig auf. In einem Zeitraum von über 200 Jahren schufen sie in Rom, den Regionen Lazio und Umbrien zahlreiche Werke. Weltweit existieren Cosmaten-Arbeiten nur in der Westminster Abbey in London und in Canterbury. Es sind Auftragsarbeiten eines englischen Klerikers und wahrscheinlich die ersten Zeugnisse italienischer Gastarbeitertätigkeit.

    Fussboden der Kosmaten Santa Maria in Cosmedin

  • Überraschendes Rom – Zauberwelt Coppedè

    Zauberwelt Coppedè – ein wundersames Quartier mitten in Rom

    Beim «Quartiere Coppedè» handelt es sich vielleicht um das gewagteste künstlerisch-architektonische Experiment, das je in Rom durchgeführt wurde. Tatsächlich ist der Begriff «Quartiere» für diese zwischen 1913 und 1926 entstandene bizarre Gebäudekomplexe zwischen Via Tagliamento und Piazza Buenos Aires um den Kern, die Piazza Mincio mit seinem Frösche-Brunnen, etwas übertrieben. Die Zone des «Coppedè» gehört zum Stadtteil Trieste. Seinen Namen verdankt es dem Architekten, Bildhauer und Dekorateur Gino Coppedè aus Genua. Er mischte die verschiedensten Stilrichtungen zu einem eklektischen Ganzen und ihm ist diese zeitlose, verwunschene Ecke in Rom zu verdanken. «Coppedè» vereinte den düsteren, gotischen Stil mit jenem klassischen, griechischer Inspiration und dazu gesellen sich Tore und Türmchen mittelalterlichen Geschmacks sowie barocker Stuck und Jugendstildekorationen. Der Spaziergänger fühlt sich zweifellos in eine vollkommen andere, in Rom unerwartete Märchenwelt versetzt.

  • Schweizer Gardisten bekennen Farbe

    Schweizer Garde mit ihrer farbenprächtigen Uniform

    Der Entwurf der farbenprächtigen Uniform der Schweizer Garde wird häufig Michelangelo zugeschrieben, doch es scheint, als habe dieser sich nie damit befasst.
    So ist die heutige Uniform weitgehend dem Entwurf des Kommandanten Jules Repond (1910-1921) zu verdanken.
    Die Farben, die die Gardeuniform charakterisieren, sind die Traditionsfarben der Medici: Blau, Rot und Gelb, zu denen das Weiss der Handschuhe und des Kragens kommt. Die blauen und gelben Stoffstreifen unterbrechen in fliessender Bewegung das Rot der Hose und der Weste. Dieser Kommandant schaffte auch die Hüte ab und ersetzte sie durch die heute noch übliche Baskenmütze. Die Alltagsuniform ist schlicht und vollständig in blauer Farbe gehalten.

  • Italienische Spezialität auf dem Teller – «Pizzette»

    Die ofenwarmen Pizzette schmecken unwiderstehlich

    Wer kennt es nicht … unvorhergesehene Gäste, die an der Türe stehen. Wenn Sie nicht einfach in die Küche verschwinden wollen, dann spannen Sie Ihren Besuch doch ein. Das gemeinsame Werken macht Spass. Wir verraten Ihnen unser ultimatives Rezept für eine super schnelle Köstlichkeit, bei der die Italianità sofort überschwappt. Die Mini-Pizzastückchen erfreuen sich bei Klein und Gross enormer Beliebtheit. Und selbst gebacken schmecken sie besonders fein – einfach unwiderstehlich. Da der Teig ganz ohne Hefe auskommt, ist das Gebäck in einer halben Stunde auf den Tisch gezaubert.

    Zutaten für ca. 40 Pizzette
    200 g Mehl
    200 g Frischkäse (auch Ziegenfrischkäse eignet sich)
    25 g flüssige Butter
    Mozzarella
    Oregano getrocknet
    Passata di Pomodoro (Tomatensauce)
    Salz

    So wird's gemacht – schnell, einfach & köstlich
    Mehl, Frischkäse, flüssige Butter und eine Prise Salz zu einem Teig vermengen und diesen ausrollen (zwischen 5-8 mm dick darf er schon sein). Ein Glas mit einem Durchmesser um die 4-5 cm zum Ausstechen der Pizzette verwenden. Die Teigstückchen auf ein mit Backfolie ausgelegtem Blech legen. Ein Teelöffel Passata di Pomodoro auf den Teig geben, eine Prise Salz und getrockneten Oregano auf die Tomatensauce  streuen. Zum Schluss das Gebäck mit klein gewürfelten Mozzarella-Stückchen belegen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 20-25 Minuten backen (bis der Mozzarella zerflossen ist).

    Der ausgerollte Teig ist zum ausstechen bereit

    Pizzette mit Tomatensauce, getrocknetem Oregano und Mozzarellastückchen

    Das passende Getränk
    Gut passen die gängigen Aperitif-Getränke, seien es alkoholische als auch alkoholfreie. Doch auch ein Glas Prosecco oder ein leichter Weisswein sind perfekte Begleiter für die Pizzette. Bier passt ebenso gut. Sollten Sie auf Rotwein schwören, dann unbedingt einen leichten, fruchtigen wählen.

    Aperitivo in der Ewigen Stadt – like a local
    In althergeholten Bars gibt es sie noch – die Pizzette, die in der Regel warm serviert und zu einem Aperitivo gereicht werden. Auch so manche Bäckerei führt dieses Gebäck im Sortiment, das sich als Fingerfood zum Naschen für unterwegs bestens eignet.

    LOCALIKE Tipp
    Wir verraten Ihnen die angesagten Bars und Bäckerein mit den besten Pizzette. Kontaktieren Sie uns. Ihr personalisiertes Reiseprogramm bringt Sie in Rom auch zur nächsten Bar oder Bäckerei – like a local.

  • Zeit für einen Spritz – Aperitif-Kult in Rom

    Spritz – zum Sonnenuntergang schmeckt er besonders gut

    «Ci prendiamo un aperitivo?» – Nehmen wir einen Aperitif – heisst der Slogan!

    Wo ist die Frage und da gibt es in Rom viele attraktive Location um den Aperitif-Kult zu huldigen: auf der Piazza, im lauschigen Garten, am Tiber, auf einem Rooftop, am nahegelegenen Strand usw.
    Welches Getränk gewählt wird, ist für viele keine Frage – einen Spritz.

    So  wird der bittersüsse original Aperol Spritz zubereitet:
    Zuerst Prosecco und dann Aperol (bei dieser Reihenfolge setzt er sich nicht am Boden des Glases ab) zu gleichen Teilen in ein Glas mit Eiswürfeln geben, mit Soda auffüllen und mit einer Orangenscheibe dekorieren.
    Varianten: Prosecco mit trockenem Weisswein ersetzen oder auch Aperol mit Bitter Campari oder Select (traditionell in der Stadt Treviso).

    Aperol ist ein Destillat aus Rhabarber, Chinarinde, gelbem Enzian, Bitterorange und aromatischen Kräutern.

    Der Ausdruck Spritz dürfte eine phonetische Verkürzung von Gespritzter oder Spritzer sein, der österreichischen Bezeichnung für die Mischung von Wein und Mineralwasser. Die österreichischen Soldaten im Veneto prägten zur Zeit der habsburgischen Belagerung 1700 bis Ende 1866 diesen Begriff, der heute Kultstatus geniesst.

    Spritz – zum Aperitivo geht immer

    Spritz – mit Eiswürfeln und Orangenschmitz

  • Villa Medici – ein Stück Frankreich zum Entdecken

    Villa Medici – Blick auf den Park

    Die Villa Medici befindet sich auf dem Pincio Hügel, über der Spanischen Treppe an den Park der Villa Borghese auf der einen und an das Kloster der Trinità dei Monti auf der anderen Seite angrenzend.
    Zuletzt war die Villa einer der Schauplätze des mit dem Oscar ausgezeichneten Films «La Grande Bellezza» von Paolo Sorrentino. Der Garten ist mit dem Preis Schönster öffentlicher Park Italiens 2015 ausgezeichnet worden.

    Diese Prachtvilla entstand im 16. Jh. Der Sammler und Mäzen Ferdinando de'Medici, der bereits 13-jährig zum Kardinal gewählt wurde liess als Liebhaber der Antike die Villa wie ein Museum ausgestalten. Auch der Park mit seinen botanischen Raritäten wurde effektvoll in Anlehnung an die botanischen Gärten in Pisa sowie Florenz inszeniert und mit bedeutenden antiken Fundstücken reich dekoriert.

    1803 änderte sich der Verwendungszweck der Villa radikal. Vom privaten Palazzo und zweiter Residenz der Familie Medici wird sie zum Sitz der von Ludwig XIV gegründeten französischen Akademie.
    Seit damals beherbergt die Villa junge französische Künstler – Stipendiaten des Prix de Rome – und bietet ihnen die Möglichkeit, an diesem exklusiven Ort zu wohnen und zu schaffen.

    Villa Medici – Hauptgebäude

    Villa Medici – Installation

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