• Rom Fiumicino – bester Flughafen Europas

    Aeroporto Fiumicino

    Ferien ist Reisezeit und oft auch verbunden mit Flügen und Zeit, die am Flughafen verbracht wird. Die Auszeichnung des römischen Flughafens geht zwar schon auf den März zurück, wird jedoch besonders in der Hauptreisezeit zur aktuellen Information.

    Der Flughafen Leonardo da Vinci wurde von der ACI World (Airport Council International), der internationalen Vereinigung für die Qualität der angebotenen Dienstleistungen, mit dem Airport Service Quality Award ausgezeichnet.

    Die Ernennung bezieht sich auf die Vorzüge, die der römische Flughafen im Jahr 2018 in der Kategorie der Flughäfen mit einem jährlichen Verkehrsaufkommen von über 40 Millionen Passagiere erworben hat.

    Der Preis basiert auf Kommentaren von Passagieren, die auf 300 Flughäfen auf der ganzen Welt unterwegs sind.

    Aeroporto Fiumicino – neu eingeweihter Terminal

    Zu den von den Passagieren in Fiumicino am meisten geschätzten Dienstleistungen gehörten die elektronischen Gates für die automatische Passkontrolle, die mehr als sechs Millionen Passagieren zur Verfügung stehen und eine Rekordnutzungsrate auf internationaler Ebene aufweisen. Der allgemeine Komfort des Flughafens, die Sauberkeit der Terminals und Toiletten, die Klarheit der Informationen für die Öffentlichkeit, die Freundlichkeit des Bodenpersonals und die Geschwindigkeit der Sicherheitskontrollen waren weitere Kriterien.

    Der Aeroporto in Rom Fiumicino hat in diesem Jahr zum zweiten Mal den ersten Platz in Europa für seine Dienstleistungen errungen und übertraf damit die Wertschätzung anderer wichtiger Flughäfen. Dank dieses Ergebnisses hat ACI beschlossen, Leonardo da Vinci zusammen mit den internationalen Flughäfen Singapur Changi, Peking, Shanghai, Toronto, Indianapolis, Mumbai, Delhi und Moskau endgültig in die Liste der besten Flughäfen der Welt aufzunehmen.

    Es ist nicht das erste Mal, dass Fiumicino 2019 eine Auszeichnung erhält. Im Januar gewann sie den ersten Preis in Assaeroporti, als der Flughafen mit dem höchsten Passagieraufkommen, der 2018 um 5% wuchs.

    In diesem Sinne – gute Reise nach Rom! Das LOCALIKE Team freut sich auf Sie.

  • Sommerzeit in Rom – Kino mit Dorfcharakter

    Cinema all'Aperto – Isola Tiberina

    Römer und Römerinnen lieben es, sich im Freien aufzuhalten. Das gilt natürlich speziell in den Sommermonaten und das «Cinema all’Aperto» – das Kino im Freien vereint damit eine weitere Leidenschaft.
    Beliebt sind die traditionelle Arenen, wie jene auf der Tiberinsel, die zur sog. Isola del Cinema wird und 2019 bereits in der XXV Ausgabe bis zum 1. September Filmfreaks bedient. Nicht nur Cineasten kommen am Tiberufer auf ihre Kosten. Zahlreiche Stands versorgen ebenfalls andere Besucher mit Essen und Getränken.

    Cinema all'Aperto – Piazza San Cosimato

    Das Festival «Il Cinema in Piazza» – das Kino an der Piazza San Cosimato ist kostenlos und erfreut sich einer grossen Beliebtheit. Der letzte Film flimmert am 1. August über die Leinwand. Der Kinoabend wird von den Einheimischen zum Beisammensein in der Familie oder mit einem Treffen von Nachbarn und Freunden genutzt. Statt Popcorns werden Pizzastücke oder von zu Hause Mitgebrachtes verzehrt, Eis und Getränke nebenbei konsumiert, zwischendurch schnell ein Bier besorgt und die Last Minute Besucher bringen ihre eigenen Klappsessel mit. In dieser Dorfplatzidylle scheinen all die Problem der 2.8 Millionenstadt für kurze Zeit vergessen.

  • Cimitero Acattolico – letzte Ruhestätte des Schriftstellers Andrea Camilleri

    Cimitero Acattolico – Blick auf die Pyramide

    Zwischen Kiefern, Zypressen, Myrten und Lorbeeren, Wildrosen und Kamelien liegt dieser verwunschene Friedhof. Hinter dem Eingangstor öffnet sich die Pracht eines idyllischen Gartens. Ein Ort der Stille an der Pyramide, fernab der lärmenden Metropole scheint hier die Zeit stillzustehen.

    Es handelt sich um einen der ältesten noch genutzten Friedhöfe in Europa.

    Cimitero Acattolico – Blick auf die Grabfelder

    Mit dem Aufkommen der Italiensehnsucht zog es viele Ausländer wie z.B. Künstler und Bildungsreisende im 18. Jh. nach Rom. Manche blieben für immer. Für Nicht Katholiken war es allerdings unmöglich, auf einem katholischen Friedhof in geweihter Erde beigesetzt zu werden. Ihre Leichen wurden oft in den Tiber geworfen. Schliesslich machte der enorme Besucherzustrom eine Begräbnisstätte notwendig. So wurde 1716 den Protestanten zum ersten Mal von Papst Clemens XI das Gelände um die Pyramide zur Verfügung gestellt. Infolge kam es zur Gründung des Cimitero Acattolico, des Nicht Katholischen Friedhofs. Menschen verschiedener Nationalitäten, Herkunft und Religionen fanden und finden heute noch auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe.

    Nach der Friedhofsordnung können Ausländerinnen und Ausländer nach wie vor hier begraben werden. Sie stammen vorzugsweise aus dem angelsächsischen Raum, sofern sie nicht der katholischen Religion angehören und zum Zeitpunkt ihres Todes in Italien wohnhaft waren.

    Ausnahmsweise wird dieser Ort des Friedens auch für illustre Italiener geöffnet, wie im Falle von Andrea Camilleri, solange sie im Leben ihre Konfessionslosigkeit bezeugten. Der in diesen Tagen verstorbene berühmte sizilianische Autor der Romanfigur «Kommisar Montalbano», welcher in Rom lebte, fand seine letzte Ruhestätte nun neben dem marxistischen Philosophen Antonio Gramsci.
    «Hier wirst du viele Gefährten zum Reden haben», sagte Andreina Camilleri vor dem Grab ihres Vaters.

  • Fendi Modeschau – zum Gedenken an Kaiser Karl

    Modeschau zu Ehren an Karl Lagefeld (Getty Images)

     

    Auf dem Palatin-Hügel, der seit Kaiser Augustus (63 v. Chr. bis 14 n. Chr.) als Residenz zahlreicher römischer Kaiser diente, ehrte  Fendi mit einer besonderen Modeschau Anfang Juli jenen Meister, der respektvoll als Kaiser Karl in die Annalen einging. Lagerfeld war seit 1965 eine der kreativen Seelen der Marke Fendi und an derem internationalem Erfolg massgeblich beteiligt.
    Das Modehaus griff die im Archiv aufbewahrten Skizzen des deutschen Designers auf und veredelte einige mit den Symbolen der Marke – über Silvana Manganos Trenchcoat im Film "Gruppo di famiglia in un interno" von Luchino Visconti bis zu den Mänteln, die Anna Fendi als Kind trug.

    Fendi entschied sich für die Ewige Stadt, um seine Herbst/Winter 2019-2020 Couture-Kollektion zu präsentieren. Unter dem Titel "The Dawn of Romanity" (Der Beginn des Römertums), mit 54 Looks, einen für jedes Jahr unter der künstlerischen Leitung Karl Lagerfeld, wurden die Zuschauer verzaubert.

    Mit diesem Event und der Wahl des Schauplatzes der Ruinen des Venus-Tempels mit Blick auf das Kolosseum stärkte das Lable seine enge Beziehung zu Rom. Gleichzeitig bewies Fendi bei dieser Gelegenheit wiederum ihr Engagement in Form der finanziellen Unterstützung in der Höhe von EUR 2.5 Mio. zur Restaurierung und Verschönerung des Venus-Tempels.

  • Archäologische Herz von Rom auf neuer Route zu erobern

    Archäologisches Herz der Foren – Forum Romanum

    Ab dem 29. Juni 2019 sind das Forum Romanum, der Palatin und die Kaiserforen (Fori Imperiali) in einem einzigen Parcours und einem Ticket zu begehen.
    Das Besondere ist die unterirdische Verbindung des Traijanforums mit dem Cäsarforum, welche bisher nur bei speziellen Abendveranstaltungen offen war und die Verbindung vom Cäsarforum zum Forum Romanum. Der Eingang befindet sich an den Kaiserforen (Fori Imperiali).

    Archäologisches Herz der Foren – Begebahrer Parcour

    Kosten
    EUR 16.00 für Erwachsene
    EUR 2.00 für EU Bürger und gleichgestellte zwischen 18 und 25 Jahre
    Kostenlos für Personen unter 18 Jahre

    Öffnungszeiten
    08:30 – 19:15 bis 31 08.2019
    08:30 – 19:00 vom 01. bis 30.10.2019
    08:30 – 18:30 vom 01. bis 26.10.2019
    08:30 – 16:30 vom 27.10. bis 31.12. 2019
    Letzter Eintritt 1 Stunde vor Schliessung

  • «Horti Farnesiani» auf dem Palatin – ein Must für Rosenfreunde

    Horti Farnesiani – Rosa Augusta Palatina

    Nur wenige Schritte vom historischen Kommunalen Rosengarten auf dem Aventin, entstand vor einigen Wochen ein neuer «Giardino di Rose». Er befindet sich auf dem Palatinhügel, einem der berühmtesten und symbolträchtigsten Orte der Renaissance und des barocken Roms. Der Archäologe Giacomo Boni gestaltete dieses Gebiet ab 1917 neu, um den Geist der «Horti Farnesiani» zu wecken.

    In den 1960er Jahren wurde ein Rosengarten angelegt. Die alternden Rosen ersetzte man nun durch 168 Exemplare. Sie sind alle mit Identifikationsetiketten versehen, welche die Geschichte der Rose nachzeichnen: Gallische Rosen, Alba, Damaszener-Rosen, chinesische, Rugosa, Polyantha bis hin zu den modernen Rosen, darunter die neue Züchtung Augusta Palatina.

    Diese Rose zeichnet sich durch ihre volle, regelmässige und symmetrische Blüte aus, ist dunkelpurpurfarbig, mit Violetttönen in den äusseren Blütenblättern und Kirschrot für die zentralen – charakteristisch für die Rosa gallica. Der originelle Hybrid enthält das genetische Erbe einiger der ältesten Rosen, dokumentiert in den Fresken der römischen Epoche.

    Nach acht Jahren des Studiums und Experimentierens durch den Züchter Davide Dalla Libera ist nun die Augusta Palatina die Königin unter den Rosen der «Horti Farnesiani» auf dem Palatin.

    Das Projekt der gärtnerischen Neugestaltung stammte von der Direktorin des archäologischen Parks des Kolosseums, Alfonsina Russo, realisiert unter der Leitung der Landschaftsarchitektin Gabriella Strano.

  • Acqua Roma – Trinkwasser in Rom

    Acqua Roma – Mineralwasser prickelnd oder natürlich

    Rom darf sich als Königin des Wassers bezeichnen. Die Stadt wird in einem Jahr mit beinahe 500 Millionen m3 Wasser versorgt. In Bezug auf Qualität und Reinheit zählt es zu den Besten ganz Italiens, da es ausschliesslich von Quellen stammt, die durch undurchlässige 20 Meter dicke Tonschichten vor jeglicher Form der Verschmutzung geschützt sind. Das Leitungswasser der Ewigen Stadt kann also ohne Bedenken als Trinkwasser verwendet werden.

    Die Einheimischen nutzen sogar die Möglichkeit, Mineralwasser direkt und kostenlos zu beziehen, z.B. im Tal der Caffarella mit dem Egeria-Wasser oder im Stadteil Montesacro mit ihrem Acqua Minderale Naturale Acqua Sacra. Es kann zwischen der leicht prickelnden oder der natürlichen Version gewählt werden.

    Acqua Roma – kostenloses Abfüllen von Mineralwasser mitten in Rom

    Wer beim Abfüllen auf Glasflaschen setzt, konsumiert Wasser auf eine richtig nachhaltige Weise. Dem massiven Verbrauch an Plastikflaschen wird dadurch Einhalt geboten, zu Kilometer 0.

    Des Weiteren kann die Beschaffung des Wassers zur Gelegenheit für Spass und Entspannung in einer der vielen Grünflächen Roms dienen.

  • Überraschender Fund bei den Kaiserforen in Rom

    Archaeologischer Fund – Kopf von Dionysos kurz vor der Freilegung

    Anlässlich von archäologischen Grabungen an einer spätmittelalterlichen Mauer in der Via Alessandrina kam in diesen Tagen ein grosser heller, leicht geneigter Marmorkopf einer Statue zum Vorschein. Die erste Nachricht dieses sensationellen Funds fand über einen Post des Vizebürgermeister per Fotos auf seiner Facebookseite statt. In der Folge zogen die traditionellen Medien sowie das Kulturministerium im Schlepptau nach.

    Der Kopf wurde offenbar, wie es im Mittelalter oft der Fall war, in die Wand eingebettet und als Baumaterial wiederverwendet. Der Erde entnommen, enthüllte sich die Schönheit des noch mit Erde verkrusteten Fundstücks. Grösser als ein natürliches Haupt, leicht geöffneter Mund, ausgehöhlte Augen – vielleicht in der Antike mit Glaspaste gefüllt – charakterisieren das Pathos. Von einem Band gehalten, aus dem zwei Efeublütenstände hervorschauen, fallen Locken auf das Antlitz.

    Archaeologischer Fund – freigelegter Kopf von Dionysos

    Experten vermuten, dass es sich um die Darstellung des jungen Gottes Dionysos handelt.

    Nun wartet das Fundstück auf sachkundige und sicher Hände, vor der Befreiung der Verkrustungen der Erde, damit es seinen früheren Glanz zurückerhält.
    Archäologen wiederum arbeiten daran, seine genaue Zuordnung zu bestimmen.
    Und wir? Wir lassen uns überraschen, ob sich die erste Annahme bestätigt.

  • Vereidigung neuer Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde

    Vereidigung der neuen Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde – der Schwur wird geleistet

    Am 6. Mai 2019 am Nachmittag war es wieder einmal soweit. 23 neue Rekruten der Schweizergarde haben ihren Eid geleistet.
    Das Datum erinnert an das 1527 stattgefundene Ereignis, welches unter dem Namen «Sacco di Roma» in die Geschichte einging. 24'000 deutsche Landsknechte und spanische sowie italienische Söldner überfielen die Ewige Stadt und plünderten diese. Für die Verteidigung des Papstes Clemens VII liessen 147 Schweizergardisten ihr Leben. Die restlichen 42 Schweizer konnten über den Passetto di Borgo, einem Geheimgang der vom Peterdsom in die Engelsburg führt, fliehen und den Papst in Sicherheit vor den Angreifern bringen.

    Vereidigung der neuen Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde – Auszug aus dem Innenhof des Apostolischen Palasts

    Der feierliche Akt der Vereidigung findet traditionell bei schönem Wetter im Cortile di S. Damaso, dem Innenhof des Apostolischen Palasts im Vatikan und andernfalls in der Audienzhalle Paolo VI statt.

  • Roma caput mundi

    Roma caput mundi

    «Roma caput mundi» – ein häufig gelesener Satz und gleichzeitig Spitzname der Ewigen Stadt. Wörtlich bedeutet er «Rom – Hauptstadt der Welt». Die Frage sei gestellt, warum Rom als «caput mundi» bezeichnet wird? Und wer hat diese Worte als erster ausgesprochen, damit dieser Satz dann im Laufe der Jahrhunderte geformt werden konnte?

    Der Hintergrund
    Nach der Gründung Roms im Jahre 753 v. Chr. erweiterte sich dessen Territorium im Laufe der Jahre enorm. Dadurch wurde eines der grössten Reiche geschaffen, das je existierte mit den wichtigsten und einflussreichsten Städten der Geschichte.

    Roma caput mundi – Übersichtskarte des Römische Reichs

    Die Autoren
    Der Dichter Marco Anneo Lucano schrieb 61 n. Chr. in seinem Gedicht Pharsalia in lateinischer Sprache: «Ipsa, Caput Mundi, bellorum maxima merces, Roma capi facilis», was so viel bedeutetet wie: «Rom selbst, die Hauptstadt der Welt, die wichtigste Beute des Krieges, leicht zu unterwerfen».
    Es existiert noch eine weitere Version des Begriffs «Roma caput mundi» oder «Roma caput orbis».
    Der Dichter Publio Ovidio Nasone erwähnte diesen Ausdruck 14 v. Chr., also vor Lucano in seinen Amores. Übersetzt lautet sein Text «Titiro und die Ernte und die Waffen von Aeneas werden gelesen, bis Rom die Hauptstadt der unterworfenen Welt ist».
    Der Begriff «Roma caput mundi» wurde in der Vergangenheit oft von Führern und Persönlichkeiten verwendet, die an die Grösse Roms, dessen Reich und Einfluss erinnern wollten.
    Kaiser Friedrich Barbarossa beispielsweise erhob mit seinem Vers «Roma caput urbi regia orbis frena rotundi – Rom, die Hauptstadt der Welt, lenkt die Zügel des Erdkreises in seinem Siegel» den Anspruch auf die Weltherrschaft. Er glaubte aus der Geschichte Roms das Recht zu schöpfen, urbi et orbi (die Stadt und die Welt) zu befehlen.

    Fazit
    «Rom caput mundi» wurde von modernen wie antiken Autoren über die Jahrhunderte verwendet und gilt heute noch als ein geflügeltes Wort – Rom bleibt immer Rom!

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