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  • Römische Spezialitäten auf der Speisekarte – «Pollo con i Peperoni alla Romana»

    Pollo con i Peperoni alla Romana – Guten Appettit

    In Italien wird der 15. August, bekannt unter dem Namen «Ferragosto», als Höhepunkt der Augustferien und des Sommers gefeiert. Wie bei jedem Fest in Italien spielt das Essen eine essenzielle Rolle und gehört entsprechend zelebriert.
    In Rom geschieht dies nicht etwas mit einem Fischgericht, sondern mit dem Paprikahuhn «Pollo con i Peperoni alla Romana» – dem Ferragosto-Klassiker schlechthin.

    Zum Nachkochen – unser Rezept
    Ein einfaches Rezept, welche mit frischen Produkten und wenigen Regeln immer gelingt.

    • Freilandhuhn, möglichst vom Bauern direkt bezogen
    • reife, fleischige und süsse heimische Paprika wählen, die in dieser Jahreszeit am besten schmecken und bei denen die Substanz Solanin, die schlecht verdaulich ist, von der Sonne zerstört wurde
    • Huhn in einer Pfanne oder im Topf auf der Gasflamme oder auf der Platte schmoren, da es sonst nicht weich, sondern trocken wird
    • hochwertiges Olivenöl Extra Vergine zum Anbraten verwenden

    Zutaten für 4 Personen
    4 Hühnerschenkel mit Haut (geteilt in Ober- und Unterschenkel), insgesamt zwischen 900 g und etwas über 1 kg
    4 Paprika (rot und gelb)
    1 kleine Zwiebel
    Salz, Olivenöl Extra Vergine, Schuss Weisswein
    3-4 EL Passata di Pomodoro (Tomatensauce)
    evtl. etwas Tomatenmark

    Zubereitung
    Die geteilten Hühnerschenkel in Olivenöl scharf von allen Seiten anbraten, mit einem guten Schuss Weisswein löschen und erst danach salzen.
    Gleichzeitig in einer anderen Pfanne die fein gehackten Zwiebel im Olivenöl bei niedriger Temperatur andünsten.

    Pollo con i Peperoni alla Romana – Zubereitungsschritte

    Die in Streifen geschnittene Paprika hinzufügen, unter gelegentlichem Rühren weiter braten bis sie zusammenfallen, Passata di Pomodoro beigeben, salzen und umrühren.
    Schliesslich die Hühnerstücke hinzufügen, mit dem Deckel verschliessen und rund 45 Minuten mit den Saft gebenden Paprika sanft schmoren. Zwischendurch heisses Wasser aufgiessen und dabei immer wieder wenden. Es soll ausreichend Flüssigkeit bleiben.

    Das Gericht kann auch bereits am Vortag zubereitet und unter Zugabe von Wasser oder Weisswein leicht erwärmt werden. Lauwarm serviert ist es ein sommerlicher Genuss. Die Sauce wird im Übrigen mit knusprigem Weissbrot aufgetunkt («fare la scarpetta» , so nennen die Italienerinnen und Italiener diesen Brauch).

    Wir wünschen allen Buon Ferragosto und Buon Appetito!

  • Die schlechte römische Gewohnheit – Parkieren in zweiter Reihe

    Parkieren in der zweiten Reihe (Doppia Fila)

    Ein Bild in Rom mit Alltagscharakter – geparkte Fahrzeuge in zweiter Reihe (doppia fila).
    Trotz der Absperrungen und der Poller stehen Autos in Zwei- und Dreierreihen oder in den Fahrspuren, die dem öffentlichen Verkehr und Taxis vorbehalten wird. Verstopfte Strassen insbesondere in den Stosszeiten sind vorprogrammiert. Der Mangel an Parkplätzen in der Ewigen Stadt ist evident, zumal Parkgaragen im Zentrum oft fehlen.

    Beim vermeintlichen Kavaliersdelikt geht es um jene, die z.B. schnell in der Bar einen Caffè trinken, einen Einkauf tätigen, etwas abholen oder liefern. Und während dieser Minuten kommt es oft zum Verkehrschaos. Mitunter wird sogar die Tram oder der Bus blockiert. Berühmt berüchtigt ist die Bus-Route der Linie 85. Häufig endet diese Fahrt vorzeitig in der Via Giovanni in Laterano an der Ecke Piazza San Clemente durch ein paar schlecht geparkte Autos. Der Buschauffeur stellt den Motor ab, die Türen gehen auf und die Passagiere steigen mehr oder weniger resigniert aus, ohne ihr Ziel erreicht zu haben.
    In der Via di Porta Cavalleggeri gibt es aufgrund der Nähe zu San Pietro nicht nur Autos und Motorroller, die den öffentlichen Verkehr beeinträchtigen. Touristenbusse, die halten, wo sie weder dürfen noch Platz dazu ist, gehören ebenfalls zu den «Pecatori». Ein Grund, warum die Verkehrsmittel in Rom nie pünktlich sind?

    Immer dringlicher wird die Lösung dieses Problems und ein starkes Signal soll nun gegen die Parksünder gesetzt werden.
    Die Staatsanwaltschaft Rom hatte in den letzten Monaten mit dem Vorwurf, eine öffentliche Dienstleistung unterbrochen zu haben, rund ein Dutzend Fahrzeuglenker, die in zweiter Reihe parkierten, vor Gericht gestellt. Die Entscheidung fiel nach der Eröffnung einer langwierigen Untersuchung. Betroffen sind Personen, die über 30 Minuten hinaus ihr Auto in zweiter Reihe abstellten und damit den Verkehrsfluss öffentlicher Fahrzeuge blockierten oder ordnungsgemäss geparkte Fahrzeuge behinderten. Zweiteres endet oft mit einem  unüberhörbaren Hupkonzert des korrekt parkierten Fahrzeuglenkers, auf der Suche nach dem Besitzer des Autos, der die Weiterfahrt für ihn verunmöglicht.

    Nun munkelt man, wie es auch die Massenmedien berichten, dass Strafen von sechs Monaten bis zu einem Jahr Haft in den schwerwiegendsten Fällen drohen. Ob es tatsächlich zu Verurteilungen kommt, bleibt abzuwarten. Klar ist, die Kaffeepause wird verkürzt und der Stopp unter 30 Minuten scheint weiterhin toleriert …
    Im Fall des Parkens in zweiter Reihe raten wir Ihnen jedenfalls von einem Verhalten – like a local – ab.

  • Schildbürgerstreich in Rom – historisches Graffiti wurde entfernt

    Historisches Graffiti im Garbatella vorher

    «Vota Garibaldi Lista n. 1» (übersetzt «Wählt Garibaldi Liste 1»), stand seit 1948 in roter Farbe auf der Mauer eines Hauses im in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entstandenen Wohnviertel Garbatella. Eine kleine neben der Schrift im Zuge von Restaurierungsarbeiten angebrachte Gedenktafel erinnert an den historischen Moment der Wahlen, als sich die Kommunistische Partei Italiens und die Sozialistische Partei Italiens auf einer einzigen Liste stellten. Bei der Restaurierung der historischen Graffiti im Jahr 2000 war sogar eine Art Baldachin zum Schutz der Schrift angebracht, von dem jedoch seinerseits im Laufe der letzten Jahre ein dunkles Rinnsal herabrann und die Schrift zu beschädigen drohte.
    Vor ein paar Tagen hat ein übereifriger Arbeiter des Büros für Stadtgestaltung der Gemeinde Rom trotz Baldachin und Gedenktafel die Aufschrift als einen Akt von Vandalen gehalten und ruckzuck mit heller Farbe überpinselt. Wie es dazu gekommen ist, bleibt ein Rätsel. Die historische Inschrift sollte nicht gelöscht werden, beteuert man in der Stadtregierung am Kapitol-Hügel: niemand hat diesbezügliche Anweisungen erteilt. Es handle sich eindeutig um einen Irrtum bzw. Übereifer. Der Arbeiter löschte andere Graffiti, jüngsten Datums, von dem Rom übervoll ist.

    Historisches Graffiti im Garbatella übermalt

    Dieser Schildbürgerstreich blieb nicht verborgen: in allen Zeitungen wurde berichtet und in den Socialmedia ausführlich kommentiert.
    Die Abteilung für Denkmalschutz hat dieses Mal schnell gehandelt. Nach wenigen Tagen ist die Wiederherstellung durch entsprechende Restaurierung eingeleitet worden und Expertinnen reinigten mit Skalpellen den gelben Farbstoff, der die historische Inschrift aus der Parlamentswahl 1948 bedeckte. Zur Beruhigung der Bürger wurde darauf hingewiesen, dass die Firma, dessen Arbeiter die unerwünschte Löschung der Inschrift vorgenommen hat, die Kosten für das 4-tägige Restaurieren übernimmt und diese nicht zu Lasten des Steuerzahlers gehen. Ende gut alles gut.

  • Neues Leben im alten römischen Palazzo

    • Palazzo Rhinoceros – Raumausstattung

     

    Der Luxusbrand Fendi investierte in den letzten Jahren mehrfach in das Kulturerbe von Rom. Erinnert sei an die Renovierung des Trevi-Brunnens und des Palazzo della Civiltà Italiana im Stadtteil EUR mit der gleichzeitigen Verlegung des Firmensitzes dorthin. Aber auch die Eröffnung des Flagshipstores im Herzen Roms mit der Baumskulptur des Künstlers Giuseppe Penone ist zu erwähnen. Beim neuesten Projekt, dem Palazzo Rhinoceros wirken alte und zeitgenössische Kunst zusammen, die interessante Impulse für die Stadt versprechen.
    Den Palazzo aus dem 17. Jh., nur wenige Schritte von der Bocca della Verità entfernt, direkt unter dem Palatin Hügel, wo Rom einst der Legende nach gegründet wurde und die römischen Kaiser lebten, hatte Alda Fendi bereits 2012 gekauft. An dieser symbolträchtigen Stelle verwandelte der französische Stararchitekt Jean Nouvel in Zusammenarbeit mit Alda, eine der 5 Töchter des weltweit bedeutendsten italienischen Luxusmodemarken-Firmengründers den verfallenen Palast in einen Kultur Hub. Zeitgenössische Kunst und antike Geschichte stossen hier aufeinander. Das Gebäude wurde in jahrelangen Arbeiten aufwendig restauriert. Teile der ursprünglichen Stiegen, Fliesen und Wandmalereien kommen in den Appartements mit Spiegeln effektvoll zur Geltung. Neue Materialen, wie Glas, Stahl und Zement bilden einen Gegenpol.
    Als Demonstration ihrer Liebe zu Rom ist dieses neue Projekt von Alda Fendi zu verstehen. Sie möchte damit der Stadt ihrer Geburt und der Stadt, in der die Geschichte des Unternehmens der Familie Fendi ihren Anfang nahm, etwas zurückzugeben.

    Palazzo Rhinoceros – Innenhof

    Name Palazzo Rhinoceros
    Der sechsstöckige Palast mit einer Fläche von 3‘500 m2 trägt den Namen Rhinozeros als eine Huldigung an die anhaltende Stärke und Macht Roms mit Verweis auf die Antike. Im ersten Bestehungsjahr des neuen Kulturzentrums soll das Thema Nashorn immer wieder auftauchen. Als Symbol wurde ein lebensgrosses, surreales Modell eines Nashorns aus Glasfaserkunststoff des Bühnenbildners Riccardo Buzzanca, der bereits mit Martin Scorsese und Werner Herzog zusammengearbeitet hatte, direkt unter dem Janusbogen aus dem 4. Jh. und bei der mittelalterlichen Kirche San Giorgio in Velabro installiert. Alda Fendi beauftragte den oscarpreisgekrönten Kameramann Vittorio Storaro und seine Tochter Francesca, den Bogen als weiteres Geschenk an die Stadt effektvoll zu beleuchten.

    Palazzo Rhioceros – Janusbogen mit effektvoller Beleuchtung ROME, ITALY - OCTOBER 10: A general view at Fondazione Alda Fendi Esperimenti - Jean Nouvel - Rhinoceros on October 10, 2018 in Rome, Italy. (Photo by Ernesto S. Ruscio/Getty Images for Fondazione Alda Fendi Esperimenti)

     

    Innenleben des Palazzo
    25 Appartements schuf und gestaltete Jean Nouvel, indem er «die Schichtung der Epochen», wie er es nennt, beibehielt. Eigens entworfene, essenzielle Möbeln und moderne Küchen- und Badkomponenten bilden den Kontrast. Unter «The Roomes of Rome» können 24 davon für einen Aufenthalt zwischen drei Tage und drei Monate gebucht werden. Auf diesen Stockwerken bieten sich ebenfalls Ausstellungsräumlichkeiten an. Ein Appartement bleibt der Fendi Stiftung zur Verfügung. Das letzte Stockwerk nimmt das neue Restaurant Caviar Kaspia mit einem berauschenden Rundumblick ein.

    Fondazione Alda Fendi Esperimenti
    Im Erdgeschoss ist die Kulturstiftung untergebracht, die innovative kulturelle Experimente in einer Reihe von Ausstellungsräumen ermöglicht. Die Räumlichkeiten sollen sich im Sinne von Alda Fendi von anderen abheben, der Kunst Freiheit schenken und künstlerische Medien untereinander mischen.
    Durch eine dreijährige Partnerschaft mit der Eremitage in Stankt Petersburg wird einmal jährlich ein besonderes Kunstwerk aus deren bedeutenden Sammlung zur Verfügung gestellt. Seit dem 15. Dezember 2018 bis zum 10. März 2019 ist nun zum ersten Mal in Rom die marmorne 54 cm hohe Statue des «Kauernden Knaben» von Michelangelo kostenlos im Palazzo zu bestaunen. Sie soll Teil des niemals vollendeten Grosswerkes von Michelangelo, dem Grabmal von Julius II sein.

    • Besichtigung nur nach Anmeldung
    • Eintritt kostenlos täglich von 10:00 bis 19:00

  • Schickes Wohnen im grünen Rom

    Monteverde uns seine Villini

    Monteverde bedeutet wortwörtlich «grüner Berg», und «Vecchio» bezieht sich auf den alten, ursprünglichen Teil des Wohnviertels. Dieses dehnt sich auf einem etwa 75 m hohen Tuffsteinhügel rechts vom Tiber auf den westlichen Ausläufen des Gianicolo Hügels aus. Das Quartier heisst offiziell auch Gianicolense.

    Im 17. Jh. wurde durch die Zusammenlegung mehrerer Weinberge die Villa Doria Pamphilj, heute der grösste öffentliche Park Roms, nördlich des Stadtteils errichtet.

    Monteverde und deine grüne Umgebung

    Das Viertel ist reich an Geschichte, Natur und Architektur. So war das Gebiet Schauplatz der dramatischen Ereignisse bei der Verteidigung der Römischen Republik im Jahr 1849 und bis vor einem Jahrhundert noch offenes Land mit Vorstadtvillen, Weinbergen und Bauernhäusern.

    Auf Basis des Allgemeinen Städtebauplans von 1909 erfolgte Anfang des 20. Jh. die erste Urbanisierung und bauliche Erweiterung von Monteverde Vecchio mit ein- bis zweistöckige Villen im Jugendstil und Art Deco, sog. Villini und ihren Gärten.

    In den 30er Jahren folgen höhere Gebäude und eine dichtere Bebauung, um den neuen Wachstumsbedürfnissen der Stadt in einem glücklichen Nebeneinander verschiedener Bauarten gerecht zu werden.

    Während des Faschismus setzte sich der Bau mit hohen Wohnhäusern für die Arbeiterklasse fort und das Viertel weiterte sich auch zum moderneren Monteverde Nuovo.

    Monteverde Vecchio, das zwischen steilen Treppen mit zahlreichen herrlichen Ausblicken auf Rom, der Rückzugsort vieler Grössen der italienischen Literatur wie Pier Paolo Pasolini oder Carlo Emilio Gadda war, gilt heute nicht nur als beliebter Filmschauplatz, sondern auch als schicke Wohngegend.

    Monteverde und seine Treppen

  • Pizza al taglio – das römische Street Food par excellence

    Pizza al Taglio und die Kilopreise

    Traditionell oder Gourmet, am Blech (in teglia) oder auf der Pizzaschaufel (alla pala) knusprig gebacken, hoch oder niedrig, am besten aus einem bekömmlichen, lang (48-72 Stunden) gegärten Teig mit wenig Hefezusatz, evtl. aus antiken Getreidesorten.

    Varianten gibt es viele. Das rechteckige oder quadratische Stück Pizza stillt den kleinen Hunger zwischendurch oder kann bei den Einheimischen auch als Mittagsimbiss durchgehen. Genossen wird sie stehend im oder meist auch vor dem Laden, als typisches «cibo di strada» (Street Food).

    Pizza al Taglio und seine Auswahl

    Der Preis geht nach dem Gewicht und wird in Gramm oder Kilo angegeben.

    Die Legende besagt übrigens, dass einige Bäcker aus Terni, die nach Rom zogen, diese Backblechpizza (pizza a teglia) nach dem Ersten Weltkrieg (wie sie bis in die 1960er/1970er Jahre genannt wurde) erfanden. Das Pizzabrot wurde in Eisen- oder Kupferblechen gebacken, mit Mozzarella und Tomaten belegt, in Rechtecke der gewünschten Grösse geschnitten und serviert. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte.

  • Ein Amerikaner in Rom

    American Adademy Luftaufnahme

    Nein, wir sprechen nicht von der italienischen Filmkomödie und Klassiker aus dem Jahr 1954, in dem der römische Volksschauspieler Alberto Sordi den amerikanischen Lebensstil nachahmte.

    Vielmehr beziehen wir uns auf die «American Academy» in Rom. Es handelt sich um eine der führenden amerikanischen Institutionen im Ausland für weiterbildendes Studium und Forschung in den Kunst- und Geisteswissenschaften. Die monumentale Inspiration der Ewigen Stadt stellt dabei ein wesentliches Element in der Entwicklung der Künstler und Wissenschaftler dar. Wie andere Institutionen in Rom nimmt sie in ihrer Residenz Studierende unterschiedlichen Alters auf, insbesondere solche, die sich mit Archäologie und der antiken Literatur, Architektur- und Kunstgeschichte befassen. Im Gegensatz zu anderen – die öffentlich sind und vom Kultusministerium subventioniert werden – ist die «American Academy» von der US-Regierung anerkannt, aber sie ist privat und ihre Mittel stammen aus einer Fundraising-Aktion.
    Die Akademie existiert seit 1893, als bei der EXPO in Chicago eine kleine Gruppe, bestehend aus den Architekten Charles Follen McKim und Daniel Burnham sowie zwei Malern und Bildhauern beschloss, ein Zentrum für das Kunststudium im Herzen der klassischen Tradition des antiken Roms zu schaffen. Keine andere Stadt als Rom eignete sich ihrer Auffassung nach dafür besser. Im Jahr 1914 wurde das von McKim, Mead & White entworfenen Hauptgebäude gebaut. Heute belebt eine dynamische internationale Gemeinschaft das Areal. Dreissig US-Künstler und -Wissenschaftler werden jährlich für den Rom-Preis von einer Fachjury ausgewählt. Die Gewinner, die im Frühjahr bekannt gegeben werden, verfügen über ein Gehalt, eine Unterkunft und ein Atelier. Hinzu kommen sechs italienische Stipendiaten für Aufenthalte von drei bis fünf Monaten, dreissig amerikanische Lehrer klassischer Fächer, für Sommerauffrischungskurse und zehn Jahresbewohner, hauptsächlich angesehene Persönlichkeiten, die eingeladen sind, einen Teil ihrer Zeit und Ideen mit der Gemeinschaft der Akademie zu teilen.

    American Adademy Eingang

    American Adademy Gartenanlage

  • Pizzette – schnell, einfach & köstlich

    Die ofenwarmen Pizzette schmecken unwiderstehlich

    Wer kennt es nicht … unvorhergesehene Gäste, die an der Türe stehen. Wenn Sie nicht einfach in die Küche verschwinden wollen, dann spannen Sie Ihren Besuch doch ein. Das gemeinsame Werken macht Spass. Wir verraten Ihnen unser ultimatives Rezept für eine super schnelle Köstlichkeit, bei der die Italianità sofort überschwappt. Die Mini-Pizzastückchen erfreuen sich bei Klein und Gross enormer Beliebtheit. Und selbst gebacken schmecken sie besonders fein – einfach unwiderstehlich. Da der Teig ganz ohne Hefe auskommt, ist das Gebäck in einer halben Stunde auf den Tisch gezaubert.

    Zutaten für ca. 40 Pizzette
    200 g Mehl
    200 g Frischkäse (auch Ziegenfrischkäse eignet sich)
    25 g flüssige Butter
    Mozzarella
    Oregano getrocknet
    Passata di Pomodoro (Tomatensauce)
    Salz

    So wird's gemacht
    Mehl, Frischkäse, flüssige Butter und eine Prise Salz zu einem Teig vermengen und diesen ausrollen (zwischen 5-8 mm dick darf er schon sein). Ein Glas mit einem Durchmesser um die 4-5 cm zum Ausstechen der Pizzette verwenden. Die Teigstückchen auf ein mit Backfolie ausgelegtem Blech legen. Ein Teelöffel Passata di Pomodoro auf den Teig geben, eine Prise Salz und getrockneten Oregano auf die Tomatensauce  streuen. Zum Schluss das Gebäck mit klein gewürfelten Mozzarella-Stückchen belegen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 20-25 Minuten backen (bis der Mozzarella zerflossen ist).

    Der ausgerollte Teig ist zum ausstechen bereit

    Pizzette mit Tomatensauce, getrocknetem Oregano und Mozzarellastückchen

    Das passende Getränk
    Gut passen die gängigen Aperitif-Getränke, seien es alkoholische als auch alkoholfreie. Doch auch ein Glas Prosecco oder ein leichter Weisswein sind perfekte Begleiter für die Pizzette. Bier passt ebenso gut. Sollten Sie auf Rotwein schwören, dann unbedingt einen leichten, fruchtigen wählen.

    Aperitivo in der Ewigen Stadt – like a local
    In althergeholten Bars gibt es sie noch – die Pizzette, die in der Regel warm serviert und zu einem Aperitivo gereicht werden. Auch so manche Bäckerei führt dieses Gebäck im Sortiment, das sich als Fingerfood zum Naschen für unterwegs bestens eignet.

    LOCALIKE Tipp
    Wir verraten Ihnen die angesagten Bars und Bäckerein mit den besten Pizzette. Kontaktieren Sie uns. Ihr personalisiertes Reiseprogramm bringt Sie in Rom auch zur nächsten Bar oder Bäckerei – like a local.

  • Zeit für einen Spritz – Aperitif-Kult in Rom

    Spritz – zum Sonnenuntergang schmeckt er besonders gut

    «Ci prendiamo un aperitivo?» – Nehmen wir einen Aperitif – heisst der Slogan!

    Wo ist die Frage und da gibt es in Rom viele attraktive Location um den Aperitif-Kult zu huldigen: auf der Piazza, im lauschigen Garten, am Tiber, auf einem Rooftop, am nahegelegenen Strand usw.
    Welches Getränk gewählt wird, ist für viele keine Frage – einen Spritz.

    So  wird der bittersüsse original Aperol Spritz zubereitet:
    Zuerst Prosecco und dann Aperol (bei dieser Reihenfolge setzt er sich nicht am Boden des Glases ab) zu gleichen Teilen in ein Glas mit Eiswürfeln geben, mit Soda auffüllen und mit einer Orangenscheibe dekorieren.
    Varianten: Prosecco mit trockenem Weisswein ersetzen oder auch Aperol mit Bitter Campari oder Select (traditionell in der Stadt Treviso).

    Aperol ist ein Destillat aus Rhabarber, Chinarinde, gelbem Enzian, Bitterorange und aromatischen Kräutern.

    Der Ausdruck Spritz dürfte eine phonetische Verkürzung von Gespritzter oder Spritzer sein, der österreichischen Bezeichnung für die Mischung von Wein und Mineralwasser. Die österreichischen Soldaten im Veneto prägten zur Zeit der habsburgischen Belagerung 1700 bis Ende 1866 diesen Begriff, der heute Kultstatus geniesst.

    Spritz – zum Aperitivo geht immer

    Spritz – mit Eiswürfeln und Orangenschmitz

  • Villa Medici – ein Stück Frankreich zum Entdecken

    Villa Medici – Blick auf den Park

    Die Villa Medici befindet sich auf dem Pincio Hügel, über der Spanischen Treppe an den Park der Villa Borghese auf der einen und an das Kloster der Trinità dei Monti auf der anderen Seite angrenzend.
    Zuletzt war die Villa einer der Schauplätze des mit dem Oscar ausgezeichneten Films «La Grande Bellezza» von Paolo Sorrentino. Der Garten ist mit dem Preis Schönster öffentlicher Park Italiens 2015 ausgezeichnet worden.

    Diese Prachtvilla entstand im 16. Jh. Der Sammler und Mäzen Ferdinando de'Medici, der bereits 13-jährig zum Kardinal gewählt wurde liess als Liebhaber der Antike die Villa wie ein Museum ausgestalten. Auch der Park mit seinen botanischen Raritäten wurde effektvoll in Anlehnung an die botanischen Gärten in Pisa sowie Florenz inszeniert und mit bedeutenden antiken Fundstücken reich dekoriert.

    1803 änderte sich der Verwendungszweck der Villa radikal. Vom privaten Palazzo und zweiter Residenz der Familie Medici wird sie zum Sitz der von Ludwig XIV gegründeten französischen Akademie.
    Seit damals beherbergt die Villa junge französische Künstler – Stipendiaten des Prix de Rome – und bietet ihnen die Möglichkeit, an diesem exklusiven Ort zu wohnen und zu schaffen.

    Villa Medici – Hauptgebäude

    Villa Medici – Installation

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